Riesiges Danke! Über 0
Unter­schriften

Das Bürgerbegehren war erfolgreich! Über 18.000 Bürger*innen lehnen die Entscheidung des Rats ab und wollen einen besseren und fahrradfreundlichen Kreisverkehr.

Was jetzt passieren muss

Jetzt ist die Politik am Zug

Die Ratskoalition aus Grünen, SPD und Volt sowie der Grüne Oberbürgermeister Tilman Fuchs müssen jetzt auf die Bürger*innen hören und die Politik umsetzen, die sie eigentlich auch alle versprochen hatten: für die Verkehrswende und eine Stadt, in der alle gut unterwegs sein können. Die Linke und Die PARTEI/ÖDP hatten bereits beim ursprünglichen Ratsbeschluss gegen die Ampel gestimmt. Die CDU hört nun auch auf die Stimme der Bürger*innen. Wann bewegt ihr euch?

Wir haben gezeigt, dass die Menschen in unserer Stadt echte Verkehrswende-Lösungen wollen, die Sicherheit schaffen und nicht bloß den Autoverkehr verwalten. Der Rat der Stadt Münster darf dieses massive Votum von über 18.000 Menschen nicht ignorieren.

Ratskoalition & OB kontaktieren

Möglich gemacht haben diesen Erfolg

Unser Dank gilt den vielen Unterstützer*innen, die Unterschriften gesammelt, Listen ausgelegt, gespendet und das Thema in die Stadtgesellschaft getragen haben. Dazu gehören unter anderem:

  • BABOR Institut Münster Gievenbeck
  • Rüschhaus Apotheke - Münster
  • Tante August
  • Hans-Günter Ockenfels
  • Eva Zeppenfeld
  • B-Side
  • Traix Cycles
  • Feuerfrei Eventimbiss
  • Hotel Restaurant Brintrup
  • Schreib- und Spielwaren Kintrup
  • Isaak Rose
  • Eiscafé Pinocchio
  • Cut Studio Friseursalon
  • Peter Wolter
  • Saskia Cramer
  • Monica Kühn
  • Umwelthaus
  • Matthias Heuwinkel
  • Jugendrat Münster
  • Radstation Arkaden
  • Joachim Bick
  • Salon Kreativ
  • Ulrich Overesch
  • Stefan Tigges
  • Zweirad Kainz
  • headsmiths
  • Fachschaft Geographie-Landschaftsökologie
  • Fahim Barekzai
  • IG Fahrradstadt.ms
  • Beate Klönne
  • BaslerBikes
  • Gunter Nittel
  • Roxeler Gyros und Pizza
  • Terracamp Aegidiistraße
  • Naber Tabak + Papier
  • Bäckerei Schrunz
  • Bäckerei Krimphove
  • Jerome Schohaus
  • Margarete Schürhoff
  • Cinema & Kurbelkiste
  • Hueske & Langner Augenoptik
  • Matthias Schöpfer
  • Gisela Dücker
  • Carsten Cramer
  • Westfalen Tankstelle
  • Radwerk Gallien
  • Stöveken Juweliere und Uhrmacher
  • Ratsgruppe Die PARTEI/ÖDP
  • Arnd Fischer
  • Monolith Boulderhalle Münster
  • Milano Eiscafé
  • Zweirad Fachhändler Pöttker
  • Elmar Post
  • Vital Apotheke Stefan Frie e.K.
  • Freie Tankstelle Olaf Schlagheck
  • Leezodrom
  • Jens Winkelmann
  • Raphaela Imort
  • Studis Kiosk
  • Otfried Berges
  • Radstation am Hbf
  • Udo Puteanus
  • Gut Getränke
  • Rita Clausing
  • boulder factory Münster
  • Radstation Stubengasse
  • ADFC Geschäftsstelle
  • Salon Wirth
  • Bufe, Ludger - Fahrräder und Haushaltswaren
  • Naber Tabak + Presse
  • Karla Müsch-Nittel

...und unzählige weitere Helfer*innen - vielen, vielen Dank!

Worum ging es beim Bürgerbegehren?

Der Rat der Stadt Münster hat beschlossen, für den bestehenden Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Busso-Peus-Straße / Roxeler Straße in Münster-Gievenbeck eine Ampelkreuzung zu planen. Wir fordern stattdessen einen besseren Kreisverkehr. Die nötigen Unterschriften für das Bürgerbegehren (Quorum: 10.013) haben wir deutlich übertroffen!

Warum ein besserer Kreisverkehr?

Mehr Sicherheit & Verkehrsfluss

Kreisverkehre reduzieren nachweislich schwere Unfälle und halten den Verkehr in Bewegung. Sie sind für Radfahrende und Fußgänger übersichtlicher als komplexe Ampelkreuzungen mit gefährlichen Abbiegesituationen.

Klimaschutz & Flächenerhalt

Eine Ampelkreuzung bedeutet rund 1.500 m² neue Versiegelung und Baumfällungen. Der optimierte Kreisverkehr schont Ressourcen, vermeidet unnötige Flächenversiegelung und bleibt klimaneutral.

Kosteneffizienz

Die Modernisierung des bestehenden Kreisverkehrs ist nachhaltiger und deutlich günstiger als ein kompletter Rück- und Neubau zu einer Ampelanlage.

Zukunftsfähiger Stadtumbau

Wir fordern eine ganzheitliche Lösung, die den Rad- und Fußverkehr schützt, ohne unsere Stadt planmäßig mit mehr Autoverkehr zu belasten.

Stimmen aus Münster

Portrait Maria

"Den Kreisverkehr in eine Ampelkreuzung umzuwandeln, ist eine unnütze Geldausgabe, kostet nachfolgend auch noch mehr Geld, ist somit nicht nachhaltig."

Hildegard

Portrait Karl-Heiz

"Wenn dieser Kreisverkehr zurück als Ampelanlage gebaut wird, stellt diese Entscheidung jeden Kreisverkehr in Münster in Frage."

Karl-Heinz

Portrait Heike

"Die Alternative in Form eines besser ausgebauten Kreisverkehrs verringert die Flächenversiegelung erheblich, verhindert, dass der Autoverkehr in Zukunft zunimmt und ist auch noch günstiger. Vor allem aber begünstigt ein Kreisverkehr die Radfahrenden, die die Stelle täglich auf dem Weg zur Schule, Ausbildung, Uni oder Arbeit passieren."

Jugendrat Münster

Häufige Fragen zum Thema

Wieviele Unterschriften hat das Bürgerbegehren erreicht?

Das Bürgerbegehren war ein voller Erfolg! Wir haben über 18.000 Unterschriften auf Papier gesammelt und damit das notwendige Quorum weit übertroffen. Ein großes Dankeschön an alle Unterstützer*innen!

Warum reichen Online-"Unterschriften" nicht aus?

Damit sich der Rat der Stadt Münster mit dem Thema beschäftigen muss, muss unser Bürgerbegehren nach § 26 Gemeindeordnung NRW erfolgreich sein. Dafür sind Unterschriften auf Papier zwingend notwendig.

Wer ist wahlberechtigt?

Wahlberechtigt sind alle EU-Bürger:innen, die über 16 Jahre alt und in Münster wohnhaft sind. Der Wohnort muss bereits seit über 16 Tagen gemeldet sein, bevor die Unterschrift geleistet wurde. Bürger:innen aus allen Stadtteilen dürfen sich beteiligen.

Wie lange dauert das Bürgerbegehren?

Das Bürgerbegehren dauert drei Monate. In dieser Zeit dürfen die Unterschriften auf dem angefertigen Papier gesammelt werden.

Wie kann ich meine Unterschriftenliste einreichen?

Wenn Sie selbst eine oder mehrere Unterschriftenlisten gesammelt haben, können Sie uns diese postalisch zustellen. Die Adresse steht unten auf der Unterschriftenliste. Ab 10 ausgefüllten Listenblättern kommen wir auch zur Abholung vorbei, schreiben Sie uns einfach an kreisel@fahrradstadt.ms

Auf welchen Ratsbeschluss bezieht sich das Bürgerbegehren?

Wir beziehen uns auf den Ratsbeschluss vom 20. Mai 2026, den Sie hier nachlesen können.

Warum soll der Kreisverkehr überplant werden?

Von 2018 bis 2025 wurden am Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße 73 Unfälle mit 42 verletzten Verkehrsteilnehmenden von der Polizei Münster registriert. Alle verletzten Verkehrsteilnehmenden waren mit einem Zweirad unterwegs, der überwiegende Teil davon (86 Prozent) mit dem Fahrrad. Das ist für die Unfallkommission der Grund, hier eine Unfallhäufungsstelle festzustellen und sichernde Maßnahmen zu verlangen.

Auch wenn jeder Unfall einer zu viel ist: Es handelt sich hier fast ausschließlich um leichte Unfälle mit Blechschäden und/oder leichten Verletzungen als Folge.

Zum Vergleich: Allein 2025 passierten in Münster laut Polizei 1077 Verkehrsunfälle mit Radfahrerinnen und Radfahrern (einschließlich Pedelecs). Bei diesen Verkehrsunfällen verunglückten 699 Fahrradfahrerinnen und -fahrer. In den meisten Fällen (knapp 80 %) sind Pkw-Fahrende die Verursacher.

Welche konkrete Situation ist unfallauffällig?

Vor allem beim Einfahren und Verlassen des Kreisverkehrs kommt es zu Unfällen zwischen Radfahrenden und Kraftfahrzeugen. Hauptsächlich, weil Autofahrende den Radverkehr nicht ausreichend beachten.

Dieses Fehlverhalten der Pkw-Fahrer*innen wird leider begünstigt durch die Bauart des Kreisels (Baujahr 2002). Die Fuß- und Radwege sind sehr nah an der Fahrbahn, sodass Autofahrende beim Einfahren in den Kreisverkehr auf Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und Pkw gleichzeitig achten müssen. Beim Ausfahren ist die Sichtachse ungünstig, um schnell heranfahrende Räder zu sehen. Dieser bauliche Zustand des Kreisels entspricht nicht mehr dem heutigen Standard von Kreisverkehren.

Was macht die Unfallkommission?

2024 haben die Ratsfraktionen der Koalition (Grüne, SPD, Volt) durch die Bezirksregierung bestätigen lassen, dass die Unfallkommission (UK) keine Baubeschlüsse fassen kann. Dies ist den politischen Gremien vorbehalten.

Bis dato war es so, dass Beschlüsse der UK der Politik nur per Bericht vorgelegt wurden. Das war auch zum Kreisverkehr so geplant und wurde nach Intervention der Politik für nicht rechtmäßig erklärt.

Was hat die Unfallkommission beschlossen?

Die Unfallkommission befasst sich seit 2018 mit dem Kreisverkehr. Sie beschloss 2020 nach einem Gutachten durch das Büro Brilon Bondzio Weiser folgende Maßnahmen zur Sicherung des Kreisverkehrs: eine Verlegung der Radfurten, 5 m vom Rand der Kreisfahrbahn abgesetzt, und Aufpflasterungen an den Ein- und Ausfahrten. Dieser Empfehlung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit stimmte auch die Polizei zu. Die Baumaßnahme sollte 2022/23 umgesetzt werden.

Im März 2023 fasste die Unfallkommission den Beschluss, den Kreisverkehr in einen ampelgesteuerten Knoten umzuwandeln, sofern diese neue Planung nicht zu Verzögerungen führt. Anlass für die veränderte Entscheidung waren Prognosezahlen der Stadtverwaltung zu möglichen steigenden Verkehrszahlen aufgrund neuer Baugebiete. Es könne sein, so die Annahme, dass der Kreisverkehr dann nicht leistungsfähig genug sei. Auf diesen Beschluss folgte ein neuerliches Gutachten des Büros InrossLackner, das dies bestätigte.

In der Zwischenzeit sollten Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit am bestehenden Kreisverkehr vorgenommen werden. Es wurden allerdings weder Stoppschilder an den Einfahrten aufgestellt, noch das Tempo reduziert. Lediglich Markierungen sollten die Aufmerksamkeit der Pkw-Fahrer*innen erhöhen.

Was hat die Politik beschlossen?

Der Rat hat im Mai 2025 die Planung für eine ampelgesteuerte Kreuzung aufgrund eines Antrags der Bezirksvertretung Münster-West gestoppt und die Verwaltung beauftragt, die Brilon, Bondzio, Weiser Ingenieurgesellschaft mbH mit einer Aktualisierung ihres gutachterlichen Schlussberichts aus 2020 zu beauftragen. Denn damals war zwar untersucht worden, dass der Kreisel so umgebaut werden kann, dass er eine größere Sicherheit ermöglicht. Aber die Frage der Leistungsfähigkeit des Kreisverkehrs bei evtl. steigenden Verkehrsmengen hatte dieser nicht berücksichtigt. Den Änderungsbeschluss des Rates findet ihr hier.

Das erneute Gutachten zur Umgestaltung des Kreisverkehrs wurde im Januar 2026 der Politik mit einer Berichtsvorlage zur Beratung vorgelegt. Im Mai 2026 hat der Rat dann mehrheitlich (mit Stimmen von OB, CDU, SPD, FDP) dem Grundsatzbeschluss zur Planung des Umbaus des Kreisverkehrs in eine ampelgesteuerte Kreuzung zugestimmt. Abgelehnt wurde der Beschluss von Linken, ÖDP und AfD. Die Grünen und Volt haben sich enthalten.

Was beinhaltet das Gutachten zur Verbesserung der Verkehrssicherheit?

Das Gutachten beinhaltet nicht nur die beauftragte Aktualisierung des Gutachtens aus 2020 bezüglich der noch zu ergänzenden Frage der Leistungsfähigkeit des Kreisverkehrs, sondern auch eine Variantenprüfung.

Auf welchen Grundlagen basiert das Gutachten?

Das Gutachten stellt eine rein verkehrstechnische Betrachtung des Knotenpunktes dar. Nicht berücksichtigt wurden übergeordnete städtische Ziele im Bereich Klimaschutz und Verkehr. Nicht einbezogen wurden z. B. das Regelwerk E-Klima („Klimarelevante Vorgaben, Standards und Handlungsoptionen zur Berücksichtigung bei der Planung, dem Entwurf und dem Betrieb von Verkehrsangeboten und Verkehrsanlagen“) und der städtische Masterplan Mobilität 2035+, der ganz klar als Ziel die Förderung umweltfreundlicher Verkehre hat.

Welche städtebaulichen Entwicklungen wurden im Gutachten berücksichtigt?

Im Gutachten wurde mit Prognosezahlen für mögliche zu erwartende Verkehre gearbeitet. Ob diese realistisch sind, wird erst die Zukunft zeigen. Realisiert werden die Modellquartiere im Übrigen erst in 5–10 Jahren.

Mit dem Masterplan Mobilität 2035+ hat die Stadt Münster aber beschlossen, die Kfz-Verkehre in der Stadt deutlich zu reduzieren und den Pfad der Verkehrswende konsequent zu verfolgen.

Was zeigt die Simulation und wo liegen ihre Grenzen?

Die Simulation zeigte, dass der optimierte Kreisverkehr lediglich in einer Stunde am Morgen und auch nur aus einer Fahrtrichtung nicht leistungsfähig (gemäß Regelwerk) ist. Die maximale Wartezeit beträgt in dieser Zeit mehr als 3 Minuten; im Sinne des Regelwerks ist das ein mangelhafter Wert. Zu allen anderen Tageszeiten entsteht am Kreisverkehr kein nennenswerter Stau.

Und: Bei der Simulation der Verkehre wurden mögliche Ausweichverkehre über benachbarte Straßenzüge nicht berücksichtigt. Die Qualität des Radverkehrs sinkt von A auf D.

Welche Kriterien lagen der Empfehlung zugrunde?

Sicherheit und Leistungsfähigkeit waren die Kriterien des Gutachters für die Bewertung der Varianten. Die Linke Ratsfraktion hat die tabellarische Bewertung des Gutachters erweitert um die Aspekte Klima, Flächenversiegelung, Kosten und städtebauliche Aspekte. Der Aspekt Sicherheit hat weiterhin den ebenso hohen Stellenwert. Sie kommt damit rechnerisch zu einem anderen Ergebnis: Hier schneidet der Kreisverkehr in der ganzheitlichen Betrachtung besser ab.

Zu welcher Empfehlung kommt das Gutachten?

Der Gutachter empfiehlt, den Kreisverkehr in eine ampelgeregelte Kreuzung umzubauen. Der Gutachter bestätigt aber auch: Auch ein optimierter Kreisverkehr gewährt ein hohes Maß an Verkehrssicherheit, eine ausreichende Verkehrsqualität für alle Verkehrsarten (mit einem Vorteil für den Radverkehr) und genießt eine hohe Akzeptanz über alle Verkehrsarten.

Vision Zero als Ziel wird vor allem erreicht durch Geschwindigkeitsbegrenzungen (siehe Helsinki) und Maßnahmen, die den Radverkehr wirklich schützen, anstatt ihn vor roten Ampeln warten zu lassen, damit der Pkw-Verkehr fließen kann.

Was die Informationen der Stadtverwaltung verschweigen:
Für den Bau der Ampelkreuzung müssten zusätzlich ca. 1.500 qm Fläche versiegelt werden, zahlreiche Bäume müssten gefällt werden. Der Bau der Ampelkreuzung ist teurer als die Optimierung des Kreisverkehrs. Bislang gibt es nur Kostenschätzungen, die Ampelkreuzung ist ca. 600.000 Euro teurer. Wäre der Beschluss auf der Basis des ersten Gutachtens aus 2020 umgesetzt worden, hätten wir seit 2023 längst einen optimierten Kreisverkehr und zahlreiche Unfälle hätten verhindert werden können.

Wie kann ein besserer Kreisverkehr den ÖPNV beschleunigen?

Auch an einem Kreisverkehr bzw. an den Straßen, die auf ihn zuführen, kann eine Bevorrechtigung des Busverkehrs durch Bussonderfahrstreifen und Schleusen ermöglicht werden. Sinnvoll und aufgrund der Straßenbreite möglich wäre dies z. B. an der Von-Esmarch-Straße zwischen Potstiege und Kreisverkehr.

Entscheidend ist also, nicht nur den Knotenpunkt, sondern den umgebenden Verkehrsraum in die Planung einzubeziehen.

Warum ist nur ein besserer Kreisverkehr sehr gut für Radverkehr?

Eine Ampelkreuzung ist für den Verkehrsfluss des Radverkehrs immer ein Nachteil, insbesondere der linksabbiegende Radverkehr muss zwei Mal queren – also zwei Mal warten. Das Gutachten sagt ganz klar: Nur an einem Kreisverkehr ist die Qualität für den Radverkehr an allen Armen zu jeder Zeit „A“, also sehr gut.

Warum ist eine Ampelkreuzung schlecht für den Radverkehr?

Das Gutachten sagt ganz klar: Nur an einem Kreisverkehr ist die Qualität für den Radverkehr an allen Armen zu jeder Zeit „A“, also sehr gut. Die Verkehrsqualität für den Radverkehr sinkt an einer Ampelkreuzung in allen (!) Fahrbeziehungen, am nachteiligsten für die linksabbiegenden.

Ziel der städtischen Verkehrsplanung muss laut Masterplan Mobilität 2035+ sein, den Radverkehrsanteil weiter zu erhöhen. Dann werden auch die Zahlen derer steigen, die an diesem Knoten links abbiegen – und am stärksten nachteilig von einer Ampelkreuzung betroffen sind.

Wie geht es mit der Planung weiter?

Das Ziel des Bürgerbegehrens ist, den Planungsbeschluss zu ändern: Statt einer Ampelkreuzung soll ein optimierter Kreisverkehr geplant werden. Das Bürgerbegehren läuft bis zum 25. September. Wenn es 10.013 gültige Unterschriften erreicht, muss sich der Stadtrat erneut mit dem Beschluss befassen.

Folgt der Rat dann weiterhin seinem Votum aus dem Mai 2026 und bleibt beim Beschluss, eine Ampelkreuzung zu planen, folgt ein Bürgerentscheid.

Zur politischen Bedeutung des Bürgerbegehrens siehe auch das WN-Interview mit Prof. Dr. Norbert Kersting: Hier lesen (Bezahlschranke)